Polyester

Plastik. Sofort denkt man an Plastikflaschen, Einkaufstüten und Lebensmittelverpackungen. Das sind wahrscheinlich, die am wiedererkennbarsten Formen von Plastik in unserem Alltag. Doch hat sich die Verwendung von Plastik deutlich verbreitet, nämlich in unserer Kleidung. Dünn gesponnene Plastikfasern, besser bekannt als Polyester, Acryl oder Nylon, befinden sich in mehr als der Hälfte aller Kleidungsstücke.

Was ist Polyester?

Polyester ist eine künstliche Plastikfaser, die aus Erdöl hergestellt wird. Das gleiche Erdöl, das auch als Kraftstoff für unsere Autos verwendet wird. Chemisch betrachtet ist Polyester ein Polymer d.h. eine lange Kette von aneinander gereihten Molekülen. Sie sind reißfest, halten sehr lange und können zu vielen verschiedenen Materialen verarbeitet werden. Von hart wie ein Surfboard , bis weich wie ein T-Shirt, welches du vielleicht sogar gerade trägst, ist alles möglich. Die bekannteste Polyester Art, die in unserer Kleidung verwendet wird, wird in der Fachsprache „Polyethylenterephthalat“ genannt, oder kurz „PET“. „PET“ – hört sich vertraut an, weil es das gleiche Material ist, welches für die Produktion von Plastikflaschen verwendet wird. Bedenkt man nun wie allgegenwärtig Plastikflaschen in unserem Alltag sind, könnte man meinen dass PET hauptsächlich dafür verwendet wird. Stimmt aber nicht:

In Wahrheit wird 60% der weltweiten PET Produktion für Stoffe verwendet und lediglich 30% für Plastikflaschen.

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Entwicklung von Polyester

Seit 2007 ist Polyester die am häufigsten verwendete Faser und befindet sich in 52% unserer Kleidung. [1] Die weltweite Produktion von Polyesterfasern hat sich seit 1975 mehr als verzehnfacht und kein Ende ist abzusehen. [2] Bis zum Jahr 2025, sollen hochgerechnet 99.8 Millionen Tonnen Polyester jährlich hergestellt werden. [3] Wenn wir also so weitermachen, laufen wir bald komplett in Plastik gekleidet durch die Gegend.

Nimmt man die Herstellungsweise von Polyester genauer unter die Lupe, fragt man sich: Was macht diese Faser so attraktiv? Zugegebenermaßen besitzt sie einige nutzerfreundliche Eigenschaften. Sie trägt sich leicht, knittert nicht, trocknet schnell, schrumpft nicht und ist haltbar. Durch die chemische Flexibilität eignet sich Polyester für Performance Kleidung. Es transportiert leichter Schweiß ab, anstatt ihn aufzusaugen oder es hat eine Dämmfunktion um uns warm zu halten.

Den größten Vorteil von Polyester hat der Hersteller und dafür gibt es einen einfachen, wirtschaftlichen Grund: Es ist billiger als natürliche Materialien. Zudem benötigt es keine landwirtschaftlichen Flächen, wie zum Beispiel Baumwolle, die das Angebot limitiert. Polyester hingegen kann solang künstlich hergestellt werden, solange Erdöl verfügbar ist. Diese Tatsache, kombiniert mit dem weltweitem Verlangen nach billiger Kleidung, lässt die Polyester Produktion stetig wachsen. [4]

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Auswirkungen auf die Umwelt

Wie bereits erwähnt, besteht über die Hälfte unserer Kleidung aus Polyester, aus dünn gesponnenen Plastikfasern. Da die Produktion dieser Faser kontinuierlich steigt, sollte einem bewusst werden, welche Auswirkungen dies auf unsere Umwelt hat.

Produktion

Polyester wird aus Erdöl hergestellt und wie allgemein bekannt ist, gibt die Verbrennung von fossilen Brennstoffen Kohlenstoffdioxid (CO2) frei, was wiederum einer der Hauptgründe für den Klimawandel ist. Dadurch verbraucht die Produktion von Polyester Unmengen an Energie. [5] Schätzungsweise werden knapp 70 Millionen Barrel Erdöl jährlich für die Herstellung von Polyester verwendet. [6]

Ein Barrel entspricht knapp 159 Liter, tipp das mal in einen Taschenrechner ein.

Neben der umweltschädlichen Produktionsweise kommt hinzu, dass Polyester eine nicht erneuerbare Faser ist, da es auf der Basis von Erdöl hergestellt wird, welches wiederum Millionen von Jahren benötigt, um sich zu regenerieren.

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Pflege von Polyester Kleidung

Kleidung wird getragen und gewaschen. Das ist im Falle von Polyester ein Riesenproblem: Wird Kleidung aus Polyester gewaschen: stößt sie winzige Mikroplastik Fasern in unser Wasser ab. Jeder Waschgang eines einzigen Polyesterstücks wirft 1.900 individuelle Mikroplastikfasern ab. Diese Fasern sind so klein, dass sie von den Filtersystemen nicht erkannt werden und fließen direkt in unser Wasser. Laut Studien, kommen 85% der menschlich hergestellten Materialien, die an den weltweiten Küsten gefunden werden können, von Mikroplastik Fasern, die mit dem Materialtyp von Polyester, Nylon und Acryl zusammenpassen. [7] Kombiniert man diese Fakten, mit der Anzahl an Kleidungsstücken die jährlich produziert werden (150 Milliarden) und dem Polyester Anteil (52%), kommt man auf schockierende Zahlen. Schätzungsweise 8 Millionen Tonnen Plastik sickern täglich ins Meer – das ist vergleichsweise ein Müllaster voll Plastik, jede Minute – jeden Tag – jedes Jahr. [8]

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Entsorgung

Kleidung wird gekauft, getragen und mittlerweile leider viel zu schnell entsorgt. Wie wir gelernt haben, wird ein Kleidungsstück durchschnittlich nicht mehr als 7-mal getragen. Das erzeugt eine Menge Textilabfall. Jeder Deutsche verbraucht jährlich ca. 11 Kilo Bekleidungstextilien. [9] Amerikaner setzen noch eins drauf mit knapp 30 Kilo weggeworfener Kleidung im Jahr. [10] Die Vorteile von Polyester sind Langlebigkeit und Stabilität der Faser. Genau diese Vorteile entwickeln sich zu einem großen Problem, wenn es entsorgt werden soll, denn Polyester ist, wie Plastikflaschen, nicht biologisch abbaubar. Unter günstigen Bedingungen dauert es 20-200 Jahre, bis Polyester zerfällt. Zusätzlich wird Polyester chemisch hergestellt, das bedeutet, dass die auf der Mülldeponie entsorgte Kleidung, die eingesetzte Chemie wieder freisetzt, welche in den Boden sickern und ins Grundwasser gelangen kann. [11]

Richtige Schlüsse ziehen

Im Vergleich zu konventioneller Baumwolle verbraucht Polyester um einiges weniger Wasser und keine landwirtschaftlichen Flächen, die für den Anbau für Nahrung verwendet werden könnten. Bedenkt man die zunehmende Bedrohung der Ernährungssicherung und dass Wasser eines der wertvollsten, endlichen Ressourcen ist, schneidet Polyester eventuell gar nicht so schlecht ab. Insgesamt überwiegen aber die negativen Aspekte, so dass Polyester definitiv keine Lösung für das Problem der Textilindustrie ist.

Die produzierte Polyesterware bleibt uns also erst einmal erhalten und verschwindet nicht so schnell, was können wir dagegen tun?

Manch einer könnte jetzt recyceltes Polyester als Lösung vorschlagen. Das ist sicherlich besser als fabrikneues Polyester, denn das Rohmaterial besteht nicht mehr aus Erdöl, sondern aus alten PET Flaschen, was wiederum unseren Abfall reduziert. Diese Produktion benötigt ebenfalls bis zu 53% weniger Energie als neues Polyester, aber nach gewisser Zeit ist die Magie vorbei. Denn Polyester kann nicht für immer recycelt werden, weil die Faser nach jedem Vorgang schwächer wird und schlussendlich wirklich nutzlos.[12] Zudem bleibt es Plastik, welches beim Waschen weiterhin Mikroplastikfasern verliert und das Meer verschmutzt. Letztendlich verzögert es nur den Prozess bis es auf dem Abfall landet.

Trotzdem raten wir davon ab, anzufangen Polyester Kleidung einfach wegzuwerfen, damit ist niemandem geholfen. Unser Rat: weiterhin tragen oder für andere Gegenstände verwerten, die nicht so oft gewaschen werden müssen, wie z.B. Kissenbezüge oder ähnliches.

Zusammenfassend wollen wir sagen: Kaufe weniger. Und wenn du was kaufst, dann nur, was du wirklich brauchst, liebst und lange Zeit behalten willst. Beim Kauf haben wir die Chance den Plastikkonsum zu reduzieren, indem wir auf die Stoffzusammensetzung achten. Polyester generell vermeiden, vor allem für Alltagsware, die oft gewaschen werden muss. Höchstens für Jacken oder generell Outerware, hier jedoch wenn auf recyceltes Polyester setzen. Aber es gibt genügend bessere, natürliche Alternativen.

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