Baumwolle

Baumwolle ist allgegenwärtig, sei es in Kleidung, Handtüchern, Bettdecken oder ähnlichem. Ständig wird man mit dem Stoff bzw. der Faser konfrontiert. Aber was wissen wir eigentlich genau über Baumwolle, außer, dass sie sich weich anfühlt?

Was ist Baumwolle?

Baumwolle ist eine natürliche, auf Pflanzen basierende Faser. Pflanzt man einen Baumwollsamen und lässt ihn wachsen, bildet sich um ihn herum eine weiße flauschige Schutzhülle. Das ist die Faser, die für die Stoffherstellung letztendlich verwendet wird. Baumwolle ist die am häufigsten verwendete natürliche Faser und macht 90% der natürlichen Fasern in Textilien aus. Sie ist nach Polyester (52%) die gängigste Faser in unserer Kleidung (40% der gesamten Kleidung). [1]

2015 wurden 21 Millionen Tonnen Baumwolle weltweit produziert. [2].

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Auswirkungen auf die Umwelt

Nachdem Baumwolle so allgegenwärtig ist und sich in 40% unserer Kleidung befindet, sollten wir darüber informiert sein, welche Auswirkung der Massenanbau dieser Faser auf die Umwelt hat.

Beitrag zum Wassermangel

Baumwolle wird auf der ganzen Welt produziert, primär in Regionen mit trockenem, warmem Klima, das die besten Wachstumsbedingungen für die Baumwollpflanze bietet. Zusätzlich ist Baumwolle eine der vier durstigsten Pflanzen und benötigt eine Menge Wasser. [3]

Baumwolle allein, ist der größte Wasserkonsument in der gesamten Bekleidungskette.  [4] Zur Veranschaulichung: Der Wasserverbrauch nur für die Baumwolle von einem T-Shirt beträgt 2.700 Liter Wasser. [5] Damit ist das T-Shirt aber noch längst nicht fertig produziert. Durch die Reinigung, Herstellung der Farben für die Baumwolle und weitere Produktionsschritte wird ebenfalls Wasser benötigt und kann in einigen Fällen insgesamt auf bis zu 15.000 Liter / T-Shirt ansteigen. [6]

Zumal Baumwolle in trockenen Regionen wächst und Unmengen an Wasser braucht, reicht Regenwasser nicht aus, um die Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Künstliche Bewässerung ist deshalb dringend erforderlich, damit die Pflanzen wachsen. Insgesamt 73% der globalen Baumwolle wächst auf bewässertem Boden. [7] Diese Tatsache bedeutet, dass einige Gegenden mit sehr geringem Wasser Vorkommen, genau dieses in die Produktion der Baumwolle leiten. Mehr als die Hälfte der globalen Baumwollproduktion findet in Gegenden mit hoher (13,5%) oder extrem hoher (43%) Wasserknappheit statt. [8]

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Einsatz von Chemikalien

Mehr als 99% der gesamten Baumwollproduktion wird durch Chemikalien, durch die Verwendung von künstlichen Pestiziden, Dünger und genetisch veränderte Samen unterstützt. [8] Diese Art von Baumwolle wird auch „konventionelle“ Baumwolle (NICHT Bio-Baumwolle) genannt. Die Baumwollproduktion verwendet „nur“ 2,4% der globalen Anbaufläche, ist aber für 11% der Pestiziden und 25% der Insektiziden Nutzung weltweit verantwortlich. [9] Baumwolle ist dadurch die zweit schmutzigste Anbaupflanze nach Mais. [10] Dieser heftige Einsatz von Chemikalien verbindet die Baumwollproduktion mit Frischwasser und Meeres Verschmutzung, sowie den Abbau von wertvollem Nährboden.

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Erschöpfung von Nährboden

Neben dem Einsatz von Chemikalien, ist die Anbauweise von Baumwolle für die Erschöpfung des Bodens verantwortlich: Monokultur.

So nennt man landwirtschaftliche Flächen, die ausschließlich für eine Nutzpflanzenart mehrere Jahre hintereinander verwendet wird. Kurzfristig ergeben sich die Vorteile durch den Einsatz gleicher Maschinen und Spezialisierung auf die bestimmte Pflanze. Langfristig gesehen zerstört es aber den Boden, weil er an Nährreichtum und Artenvielfalt verliert. Dadurch verschlechtert sich der Boden und wird für Erosion anfällig. Außerdem wird er noch anfälliger für Schädlinge. Das wird wiederum mit noch mehr künstlichen Pestiziden bekämpft, was den Teufelskreis schließt. [11]

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Einfluss auf Menschen

Die Baumwollproduktion verschafft 250 Millionen Leuten weltweit ihr Einkommen. Das klingt erst einmal vielversprechend, doch wenn man erfährt, wie viel die Leute wirklich verdienen und wer dort alles arbeitet, ändert sich das Bild.

Die meisten Baumwollproduzenten befinden sich in Entwicklungsländern und bleiben arm, weil Mittelleute deren Mangel an Bildung ausnutzen und ihnen die Baumwolle unter den Produktionskosten abkaufen. [12] Zusätzlich wird berichtet, dass in 6 der 7 Hauptherstellerländer von Baumwolle – China, Indien, Pakistan, Brasilien, Usbekistan und die Türkei – Kinder auf den Plantagen arbeiten[13] Kinder im Landwirtschaftsbereich arbeiten für sehr geringe Löhne oder ganz umsonst. Vor allem in der Baumwollindustrie gibt es noch viele Fälle von Kinderzwangsarbeit. [14] Ein besonders verheerendes Beispiel ist der Fall in Usbekistan, wie die Environmental Justice Foundation in ihrem Film „White Gold“ dokumentiert. [15]

Auf alle Landwirtschaftsbereiche bezogen, gibt es jährlich 1 bis 5 Millionen Fälle von Pestiziden Vergiftungen. Dies resultiert in 20.000 berichteten Todesfällen und in mindestens eine Millionen Krankenhausaufenthalten. Es gibt keine konkreten Zahlen nur auf Baumwolle bezogen, aber es wird berichtet, dass in Entwicklungsländern 50% aller Pestizide beim Anbau von Baumwolle verwendet werden.[16]

Bio-Baumwolle

Baumwolle ist aufgrund der großartigen Eigenschaften zu Recht so weit verbreitet. Sie ist weich, reißfest, angenehm und saugfähig. Zusätzlich sieht sie gut aus, lässt sich gut waschen und behält lange die Farbe. Aber wie kann man mit gutem Gewissen Baumwolle tragen, wenn sie so negative Auswirkungen auf Mensch und Natur hat?

Wie bei Biolebensmittel, entwickeln wir uns sehr langsam hin zur Bio-Baumwolle. Bio-Baumwolle macht nur 0,5% der weltweiten Ernteerträge von Baumwolle aus. [17] Der Unterschied zur „konventionellen“ Baumwolle beruht allein auf der Herstellung, die Eigenschaften bleiben dieselben. Bio-Baumwolle wird ohne chemische Pestizide, künstlichem Dünger oder genetisch veränderter Samen angebaut. Sie wird nur mit Methoden und Materialen angebaut, die geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu gewährleisten. Gesunde Böden können mehr Wasser aufnehmen und mehr CO2 kann abgesondert werden. Zusätzlich werden die Arbeiter auf solchen Plantagen nicht mehr den giftigen Chemikalien ausgesetzt. [18] [19]

Zusammenfassend kann man sagen, dass Bio-Baumwolle auf jeden Fall besser als „konventionelle“ Baumwolle ist und es ist ein guter Anfang zur Herstellung umweltfreundlicherer Kleidung. Aber es ist bei weitem noch nicht die Lösung für die negativen Umweltauswirkungen, denn auch Bio-Baumwolle benötigt extrem viel Wasser.

Wir raten daher generell zu weniger Konsum, um die Nachfrage zu senken und die Massenproduktion von Baumwolle zu reduzieren. Qualität statt Quantität und Bio-Baumwolle statt „konventioneller“ Baumwolle, ist die Devise, auch wenn es ein bisschen teurer ist. Denn „konventionelle“ Baumwolle ist momentan nur so billig, weil es in Massen produziert wird. Zudem sollte man versuchen etwas über den Produzenten der Baumwolle herauszufinden, wenn der herstellende Anbieter Angaben darüber macht. Wenn das nicht der Fall ist, am besten nachfragen. Nur wer etwas zu verheimlichen hat, gibt keine Auskunft. Selbst solche kleinen Veränderungen in unserem Konsum können massive Einflüsse auf die Anbieter bewirken und sie zum Umdenken zwingen.

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