Materialkunde

Bevor man etwas verändern möchte, muss man sich erst einmal ein gewisses Basiswissen verschaffen um zu verstehen was vor sich geht. Wir wussten nämlich bis vor Kurzem selbst nicht was wir tragen und was für Konsequenzen das hat. Wir haben ebenfalls hauptsächlich auf den Style und den Preis geschaut.

Aus welchen Stoffen besteht unsere Kleidung?

Wie werden diese Stoffe hergestellt?

Welche Auswirkungen hat deren Herstellung?

Zugegebenermaßen sind das alles Fragen, die wir zuvor beim Kauf von Kleidung selbst nicht in Betracht bezogen haben. Doch sobald wir davon wussten, hat es unsere Ansicht schlagartig geändert und das können wir euch hoffentlich auch vermitteln, indem wir euch ein bisschen über die verwendeten Materialien, sowie deren Herstellung aufklären.

Die Stoffe, zur Herstellung eines Kleidungsstückes, entstehen durch das Weben von Fasern oder Fasermischungen. Diese Fasern können verschiedene Eigenschaften haben, die wir für unterschiedliche Situationen benötigen. Sie sollen angenehm auf der Haut sein, warm halten oder luftdurchlässig sein, schweiß – oder geruchsabweisend sein und so weiter. Die Fasern in unserer Kleidung beinhalten eine weitaus interessantere Geschichte, als die Prozentangaben auf einem Etikett verraten.

Fasertypen

Stoffe können grenzenlose Farbenkombinationen, Muster und Beschaffenheit annehmen. Dies ermöglicht es, sich durch Mode so individuell auszudrücken, wie es der Mensch selbst ist. Diese Stoffe basieren auf eine überschaubare Anzahl von Faserarten, die in zwei Kategorien aufgeteilt werden können: Natürliche und chemische Fasern.

Natürliche Fasern

Chemische Fasern

Pflanzlich
Tierisch
Semi-Synthetisch
Synthetisch
Baumwolle Wolle (Schaf) Viskose / Kunstseide Polyester
Leinen Kaschmir (Ziege) Modal-Faser Nylon
Hanf Alpaka Lyocell Polyacryl
Jute Seide (Seidenwürmer) Bambus PVC
Chinagras Angorawolle (Hase)
Mohair (Angoraziege)
Leder (Kuh)
Daunenfedern (Ente und Gans)

Chemische Fasern

Semi-Synthetisch
Synthetisch
Viskose / Kunstseide Polyester
Modal-Faser Nylon
Lyocell Polyacryl
Bambus PVC

Natürliche Fasern

Pflanzlich
Tierisch
Baumwolle Wolle (Schaf)
Leinen Kaschmir (Ziege)
Hanf Alpaka
Jute Seide (Seidenwürmer)
Chinagras Angorawolle (Hase)
Mohair (Angoraziege)
Leder (Kuh)
Daunenfedern (Ente und Gans)

In der Übersicht kann man erkennen, dass natürliche Fasern entweder von Pflanzen oder Tieren stammen. Ähnlich wie Lebensmittel, kommen sie von landwirtschaftlichen Flächen. Tatsächlich besteht eine ziemlich große Gemeinsamkeit zwischen natürlichen Fasern und Lebensmitteln, deshalb ist es äußert wichtig darüber Bescheid zu wissen. Natürliche Fasern sind erneuerbare Rohstoffe, die von der Natur, nach einer gewissen Zeit, wieder hergestellt werden können, sprich sie wachsen nach. Das ist der Hauptunterschied zu chemischen Fasern, die auch in zwei Kategorien aufgeteilt werden können.

Synthetische Fasern werden durch einen komplett chemischen Prozess produziert, wie z.B. Polyester, das aus Rohöl hergestellt wird.

Semi-synthetische Fasern werden ebenfalls durch chemische Prozesse hergestellt, basieren allerdings auf natürlichen Rohstoffen. Viskose, Modal und Lyocell werden z.B. aus Holzchips von Bäumen hergestellt. Aufgrund des chemischen Produktionsverfahrens wird diese Art von Fasern, als chemische und nicht natürliche Faser eingestuft. Diese Fasern werden oft als nachhaltig und umweltfreundlich angepriesen, jedoch werden einige von ihnen, wie zum Beispiel Bambus, unter Verwendung sehr starker Chemikalien hergestellt, welche oft direkt in das lokale Wassersystem ablaufen.

Darum sollte man bei der Art von Stoffen beim Hersteller direkt anfragen wie diese Art von Fasern hergestellt wird, um sicher zu gehen, dass es sich auch wirklich um eine nachhaltige Produktion handelt.

URA Collective Sustainable Clothing Line Useful Rags Nützlicher Lumpen Upcycling Bedachte Mode Nachhaltigkeit Nachhaltig Wirtschaften Grün Eco Hanf Bio Baumwolle Umwelt Positiv Umwelt Verantwortung Conceived Fashion Sustainability Sustainable Green Ökologisch Hemp Organic Cotton Environment Environmental Positive Responsibility Klimawandel Climate Change München Innsbruck Deutschland Österreich Schweiz Europa Weltweit Startup Aufrechterhalten Wiederverwenden Wiederverwerten Wiederverwertet Wear Dress Shirt T-Shirt

Materialtrends

Seit der ersten Verwendung von Bekleidung in der menschlichen Geschichte, bis ca. 1900, wurde sie ausschließlich aus natürlichen Fasern hergestellt. Bis vor kurzem war Baumwolle, die am häufigsten verwendete Faser in unserer Kleidung. [1]

Seit 2007 ist Polyester, die am häufigsten verwendete Faser in unserer Kleidung. Polyester oder „polyethylene terephthalate“ (PET), besteht aus dem gleichen Material aus dem Plastikflaschen hergestellt werden und befindet sich mittlerweile in mehr als 50% unserer Kleidung. [2] [3]

Baumwolle ist dadurch auf den zweiten Platz gerutscht und wird in 40% der Kleidung verwendet. [4Der Trend von synthetischen Fasern soll in Zukunft auch weiterhin steigen. Zur Veranschaulichung:

1980 hat die Welt 5 Millionen Tonnen Polyester Fasern hergestellt. Bis 2030 soll die Produktion schätzungsweise 70 Millionen Tonnen erreichen. [5]

Diese Entwicklung kommt vor allem von unserem Verlangen, immer mehr und neue Kleidung zu kaufen, anstatt diese zu reparieren oder zu tauschen. Kombiniert mit dem Profitdruck von Herstellern, ist das ein schwer aufzuhaltender Trend, jedoch nicht unmöglich, wenn wir uns diesem Ausmaß bewusst werden und dagegen steuern.

URA Collective Sustainable Clothing Line Useful Rags Nützlicher Lumpen Upcycling Bedachte Mode Nachhaltigkeit Nachhaltig Wirtschaften Grün Eco Hanf Bio Baumwolle Umwelt Positiv Umwelt Verantwortung Conceived Fashion Sustainability Sustainable Green Ökologisch Hemp Organic Cotton Environment Environmental Positive Responsibility Klimawandel Climate Change München Innsbruck Deutschland Österreich Schweiz Europa Weltweit Startup Aufrechterhalten Wiederverwenden Wiederverwerten Wiederverwertet Wear Dress Shirt T-Shirt

Was kann man unternehmen?

Lauf nackt rum! Quatsch! – das macht natürlich keinen Sinn. Aber überlege beim nächsten Kauf erst einmal, ob du das neue Stück eigentlich wirklich brauchst. Und wenn du etwas kaufst, wende dein Materialwissen an. Hier ein paar Tipps, worauf du achten kannst:

Mach’ es dir zu Gewohnheit auf das Etikett zu schauen, aus welchem Material das Kleidungsstück hergestellt ist. Als Hersteller ist man verpflichtet, wahrheitsgetreu die Stoffzusammensetzung anzugeben. Das allein hilft dir schon die Unterschiede bezüglich Nachhaltigkeit, Optik und Haltbarkeit der Ware zu erkennen.

Versuche auf synthetische Materialien zu verzichten und lerne die natürlichen wertzuschätzen. Natürliche Materialien sind zwar meistens teurer, denn die Herstellung ist komplexer, aber sie setzen den Standard für unsere Erwartungen, wie sich Stoffe anfühlen sollten. Synthetische Stoffe versuchen meistens nur die natürlichen Stoffe nachzuahmen.

Schau genau auf die Materialwahl und Herstellungsweise der Marke, die du kaufen möchtest. Unterstütze vor allem jene Marken, die dieses Thema transparent kommunizieren, so dass du genau weißt, um welchen Stoff es sich handelt und wie bzw. wo er hergestellt wird. Dadurch wird deren Mühen belohnt und ein Umdenken anderer Firmen kann angestoßen werden.

URA Collective Sustainable Clothing Line Useful Rags Nützlicher Lumpen Upcycling Bedachte Mode Nachhaltigkeit Nachhaltig Wirtschaften Grün Eco Hanf Bio Baumwolle Umwelt Positiv Umwelt Verantwortung Conceived Fashion Sustainability Sustainable Green Ökologisch Hemp Organic Cotton Environment Environmental Positive Responsibility Klimawandel Climate Change München Innsbruck Deutschland Österreich Schweiz Europa Weltweit Startup Aufrechterhalten Wiederverwenden Wiederverwerten Wiederverwertet Wear Dress Shirt T-Shirt

Überzeugt? Dann unterstütze uns und teile die Meinung!