Fashion

Klimawandel

Jedem sagt der Begriff Klimawandel bzw. Erderwärmung etwas. Ganz banal erklärt: Es wird wärmer. Der exzessive, menschlich verursachte, CO2 Ausstoß sammelt sich wie eine Decke in der Atmosphäre und verhindert bzw. verlangsamt die absorbierte Energie der Sonne zu reflektieren. [1] Deswegen erwärmt sich die Erde kontinuierlich.
Die Dichte der „Decke“ wird von Klimaforschern in ppm – parts per million –gemessen. Als die Menschheit vor 250 Jahren begann, großflächig Kohle zu verbrennen, lag der Wert bei 280ppm. Im September 2016 hat der Wert das erste Mal seit 800.000 Jahren die 400ppm Marke überschritten. [2] Die „Decke” ist jetzt also so dicht, dass es immer noch wärmer wird.
Die verheerenden Folgen sind allseits bekannt: Das Schmelzen der Polkappen führt zum Anstieg des Meeresspiegel und zu Überschwemmungen von Küstengebieten. Die zunehmende Dürre erschwert den landwirtschaftlichen Anbau. Dadurch erschwert sich der Zugang für Menschen zu Nahrung, Unterkunft und Wasser drastisch. Durch die irreparablen Schäden an unserem Ökosystem, sterben zusätzlich viele anfällige Spezies aus, neue Krankheiten entstehen und verbreiten sich schneller. [3] Zusammengefasst eine ziemlich beängstigende Situation, in der wir uns befinden.

Woher kommt also das ganze CO2?

Denkt man darüber nach, kommen einem direkt protzige Autos, Flugzeuge und massive Ölfelder in den Sinn, aber sehr selten bringen wir unsere Kleidung damit in Verbindung. Keine Fast Fashion Marke wird preisgeben, dass unsere Kleidung eine der größten Quellen für den Ausstoß von CO2 ist. Die Produktion der Textilindustrie ist für insgesamt 10% des globalen CO2 Ausstoßes verantwortlich. Dies macht sie zur zweit umweltschädlichsten Industrie, direkt nach der Ölindustrie! [4] [5]
Die Entwicklung zur Fast Fashion Industrie und Billigkleidung kommen der Umwelt teuer zu stehen. Die zwei Hauptgründe für die Verschmutzung sind die uneingeschränkte Nachfrage nach Billigware und der Wechsel zu günstigen und künstlichen Materialien.

URA Collective Sustainable Clothing Line Useful Rags Nützlicher Lumpen Upcycling Bedachte Mode Nachhaltigkeit Nachhaltig Wirtschaften Grün Eco Hanf Bio Baumwolle Umwelt Positiv Umwelt Verantwortung Conceived Fashion Sustainability Sustainable Green Ökologisch Hemp Organic Cotton Environment Environmental Positive Responsibility Klimawandel Climate Change München Innsbruck Deutschland Österreich Schweiz Europa Weltweit Startup Aufrechterhalten Wiederverwenden Wiederverwerten Wiederverwertet Wear Dress Shirt T-Shirt

Uneingeschränkte Nachfrage

150 Milliarden Kleidungsstücke werden jährlich produziert. Dies wären ungefähr 20 neue Kleidungsstücke für jeden einzelnen Menschen weltweit. Aber trotzdem gibt es zahlreiche Menschen, die gar keine Kleidung besitzen. Dieses Ausmaß strapaziert die Ressourcen unseres Planeten erheblich. [6] Hinzu kommt, dass wir diese Stücke im Durschnitt nicht öfters als 7-mal tragen, bevor wir sie im Schrank vergessen oder einfach wegwerfen.
[7]
Dadurch besteht 5% des kompletten Abfalls nur aus Textilien, welche beim Zerfall wiederum Treibhausgase produzieren. [8]
Hört man diese Fakten, frägt man sich , wie kommt es überhaupt so weit? Ganz einfach: Es macht Spaß und das Angebot stimmt. Eine Studie hat gezeigt, dass shoppen glücklich macht. Das kommt von unserem natürlichen Streben nach etwas „Neuem“. Der Preis dafür spielt aber auch eine wichtige Rolle. Teil der Freude beim Kauf von etwas Neuem kommt nicht nur davon, dass man sich etwas kauft, was einem gefällt und nutzt, sondern auch, ob es ein Schnäppchen war oder nicht. Dieser neurologische Prozess wird „transactional utility“ genannt und perfekt von der Fast Fashion Industrie ausgenutzt. Ständig neue Kleidung zu unschlagbar billigen Preisen. Wer kann da schon widerstehen? [9]

Billige Materialien

Man muss irgendwo Einsparungen machen, um so billige Preise anbieten zu können. Einsparungen werden bei der Fast Fashion Industrie, zum Großteil bei der Herstellung und Qualität der Materialien gemacht. Zum einen werden bei der konventionellen Baumwollproduktion massenweise Chemikalien eingesetzt um noch mehr Ertrag zu bekommen. Zum anderen wird auf komplett künstliche Fasern gesetzt, welche noch billiger in der Produktion sind. Dies hat einen hohen Preis für die Umwelt.

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Bildnachweis: Link.

Die Grafik zeigt die geschätzte Entwicklung der weltweiten Faserproduktion, nachdem Polyester mittlerweile schon in 52% unserer Kleidung zu finden ist. [10]
Schätzungsweise werden knapp 70 Millionen Barrel Erdöl jährlich für die Herstellung von Polyester verwendet. Bedenkt man, dass ein Barrel knapp 159 Liter entspricht, ergibt das eine bedenkliche Summe. Dazu addiert man noch die benötigte Energie um Polyester herzustellen und der Teufelskreis ist perfekt.

Faser

Energieverbrauch (MJ/Kg)

Konventioneller Hanf 12
Organische Baumwolle (Indien) 12
Konventionelle Baumwolle 55
Polyester 125
Acrylic 175
Nylon 200

Eine Kerze die von beiden Seiten brennt

Zusammenfassend haben wir also uneingeschränkten Konsum von billiger, umweltunfreundlicher Kleidung, der sich vorerst nicht so schnell ändert. Aber das war noch nicht alles. Bisher ging es lediglich um die Produktion der Kleidung. 75% des CO2-Abdrucks für ein T-Shirt entsteht durch unsere Nutzung, wie wir es waschen, trocknen und bügeln. [11] Wird bei jedem Waschgang ein herkömmlicher Wäschetrockner verwendet und die Kleidung gebügelt, steigen die Emissionen der Gebrauchsphase um mehr als das Dreifache. [12]
Nur um eines klar zu stellen: Wir sind auch nicht vom Himmel gefallene Engel, die von sich behaupten können, nie ein günstiges Polyester Shirt gekauft zu haben. Doch wir haben aus diesen Informationen gelernt und für unseren privaten Gebrauch zumindest etwas geändert. Macht nur ein Bruchteil der Konsumenten einen ähnlichen Umschwung, ist es möglich eine Wende herbeizurufen. Welche bitter nötig wäre, denn heutzutage verbraucht die Menschheit das Äquivalent an Ressourcen von 1.6 Planeten. Das bedeutet, die Erde benötigt mehr als 1,5 Jahre um das zu regenerieren was wir in einem Jahr verbraucht haben. Es wird also Zeit, dass wir alle zusammen bedachter mit unseren gegebenen Ressourcen umgehen und diese wertschätzen. [13]

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